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Recycelbare Verpackungen

Verpackungen aus recycelten Rohstoffen sind enorm wichtig – durch ihre Wiederverwertung leisten sie einen bedeutenden Beitrag zur Abfallvermeidung und minimieren gleichzeitig den Einsatz nativer Rohstoffe.


Recyclingquoten messbar erhöhen

Recycelbare Verpackungen sind aktuell am deutlichsten ausgereift, das zeigen z. B. Produktkategorien wie Pappe und Kartonagen. Auch Kunststoffrezyklate können für bestimmte Einsatzzwecke bedenkenlos verwendet werden, insbesondere in der industriellen Anwendung. Durch sie wird der Verbrauch von fossilen Rohstoffen minimiert.

Sowohl die Kunststoffstrategie der Europäischen Union („A European Strategy for Plastics in a Circular Economy“) als auch das seit 1. Januar 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz (VerpackG) zielt darauf ab, die Recyclingfähigkeit verschiedener Verpackungsmaterialien zu verbessern und somit die Recyclingquoten messbar zu erhöhen.


Checken Sie die Fakten!

Ja. Die korrekte Abfalltrennung ist entscheidend: Kunststoffverpackungen gehören in die Gelbe Tonne. Werden sie dort richtig gesammelt, können sie recycelt und wiederverwendet werden. In Deutschland werden rund 50 % aller Kunststoffverpackungen recycelt. Der Rest, der zu verschmutzt für den Recyclingprozess ist, wird thermisch verwertet, d. h. er wird an Stelle von Öl oder Energie in Fernwärme umgewandelt.

Bio-Kunststoffe aus PLA (= biobasiert und biologisch abbaubar) sind beispielsweise recycelbar. Das ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung, die belegt, dass sich dieser Bio-Kunststoff im Sortierprozess sortenrein von erdölbasierten Kunststoffen trennt. Allerdings ist die Menge an entsorgten Bio-Kunststoffen aktuell noch so gering, dass sich die sortenreine Trennung wirtschaftlich (noch) nicht lohnt.

Laut Bundesumweltministerium werden in Deutschland jährlich rund 2,6 Millionen Tonnen konventionelle Kunststoffverpackungen verbraucht. Dagegen werden, Stand jetzt, nur rund 0,3 – 0,5 % aller Verpackungen aus oder mit biobasierten Kunststoffen hergestellt.

Für die Herstellung von Wellpappe wird überwiegend Bruch-, Durchforstungs- und Abfallholz verwendet. Durch nachhaltige Forstwirtschaft, was sich u. a. auch an den gängigen Standards für nachhaltige Forstwirtschaft (z. B. FSC, PEFC, SFI) zeigt, stellen die Waldbesitzer und die Papierindustrie sicher, dass sich die Waldflächen nicht verkleinern. Außerdem liegt der Einsatz von Frischfasern bei der Herstellung von Wellpappe in Deutschland bei durchschnittlich 20 %. Daher sind rund 80 % des verwendeten Materials für die Papierherstellung aus recycelten Kartons, Altpapier oder gebrauchter Wellpappe. Hinzu kommt, dass der verwendete Leim zur Verbindung der Papierbahnen in einer Wellpappe auf Basis von Mais-, Weizen- oder Kartoffelstärke hergestellt wird. Heißt: Da der Klebstoff auf Pflanzen basiert, kann er problemlos entsorgt werden.