Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Website. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzhinweise

Ressourcenschonender Materialeinsatz

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst anfällt. Ein verantwortungsvoller Materialeinsatz schließt den „richtigen“ Umgang mit Abfall, die Vermeidung, Verminderung und Trennung, mit ein. Dieses Prinzip fördert auch den Recyclingprozess.


Abfall richtig trennen - und am besten vermeiden!

Nachhaltiges Verpacken beginnt damit, möglichst wenig Verpackung einzusetzen. Natürlich ohne zu riskieren, das Waren beschädigt werden. Wie aber umsetzen? Beispielsweise mit flexiblen Füll- und Polstersystemen, die aus Luftbeuteln bestehen. Oder aber durch Stärkenreduzierung der Verpackungs-materialien wie von Stretchfolie durch Hochleistungsprodukte. Alternative, nachwachsende Rohstoffe dienen auch zur Kunststoffherstellung, zum Beispiel PLA oder Stärkeblends.

Um Materialien recyceln zu können, ist es notwendig, diese sortenrein zu trennen. Hier sind sog. Einstoff-Verpackungen („Nicht-Verbundstoffe“) optimal. Wie der Name verrät, bestehen sie aus nur einem Material. Ideal für den Recyclingprozess! Ein Beispiel für Einstoff-Verpackungen sind konstruktive Wellpapplösungen. Sie bieten alle Vorteile einer konstruktiven Schutzverpackung, bestehen aber rein aus Wellpappe und können ungetrennt und zusammen mit der Umverpackung entsorgt werden. Auch eingesetztes Polster- und Füllmaterial aus Papier kann so auf einmal mit entsorgt werden.


Checken Sie die Fakten!

Nein. Ein vollkommener Verzicht auf Verpackung ist in der modernen Weltwirtschaft undenkbar. Immerhin hat jede Verpackung in erster Linie den Schutz des Inneren – also den Schutz von Gütern und Waren – zur Aufgabe. Beim nachhaltigen Verpacken steht die bewusste Verwendung von und der verantwortungsvolle Umgang mit Verpackung im Fokus. Es geht um den Einsatz von recyclingfähigen und ressourcenschonenden Materialien und die damit einhergehende Entwicklung bzw. Optimierung von Prozessen. Um nach ökologischen (Produkt-)Alternativen suchen zu können, müssen zunächst die Anforderungen und Ansprüche an die Verpackung klar definiert sein.

Nein. Kunststoffe sind lange nicht so schlecht wie ihr Ruf. Im Gegenteil: Würde man komplett darauf verzichten, würde das der Umwelt mehr schaden als nutzen. Die Erklärung liefern die Ökobilanzen. Die ist für Kunststoffe besser als die für vermeintlich "saubere" Materialien wie Glas.

Darüber hinaus dienen alternative, nachwachsende Rohstoffe auch zur Kunststoffherstellung, wie PLA und Stärkeblends. Ein Beispiel: Tragetaschen und Müllbeutel gibt's auch auf Basis von Mais- oder Kartoffelstärke.

Wenn von Bio-Kunststoffen die Rede ist, sollte man folgende Begriffe unterscheiden: biologisch abbaubare Kunststoffe und biobasierte Kunststoffe.

Biologisch abbaubare Kunststoffe bestehen aus einem Kunststoff, der sich nach sechs bis zwölf Wochen in der Kompostieranlage zersetzt. Die Menge an nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke ist variabel, je nach Produkt. Eine Zertifizierung erfolgt durch die DIN 13432 (Kunststoffe müssen sich innerhalb von max. 90 Tagen zu min. 90 % zersetzen).

Unter biobasierten Kunststoffen versteht man herkömmliche Kunststoffe wie PE, die aber auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie Zuckerrohr hergestellt werden. Biobasierte Kunststoffe sind nicht biologisch abbaubar. Die Entsorgung erfolgt über übliche Recyclingprozesse.

Nein. Die Umweltbelastung durch biobasierte Kunststoffe ist teilweise höher als die durch Kunststoffe aus Erdöl. Natürlich bestehen biobasierte Kunststoffe aus Pflanzen – damit diese aber wachsen können, wird sehr viel Wasser und Dünger benutzt oder der Regenwald abgeholzt, damit Platz für Zuckerrohrplantagen entsteht. Jedoch wird schon daran gearbeitet, biobasierte Kunststoffe aus natürlichen Abfällen herzustellen, was viel besser ist, als diese aus Nahrungsmitteln zu produzieren.

Bio-Kunststoffe gewinnen in immer mehr Bereichen an Bedeutung und werden daher bereits vielfach produziert. Bei Verwendung dieser sollte der Anwendungszweck im Fokus stehen. So sind u. a. nicht alle Verpackungsanlagen damit kompatibel und auch die Transportsicherheit von Waren kann – beim Einsatz von biologisch abbaubaren Folien – aufgrund des Zersetzungsprozesses nicht langfristig garantiert werden. Der Einsatz muss durchdacht sein, dann ist ein Mehrwert beim Recycling gegeben.